Um Elektromobilität im Alltag erfahrbar zu machen, braucht es einerseits technisch ausgereifte Lösungen für Fahrzeug, Infrastruktur und Managementsysteme, andererseits anwenderspezifische Services, die zum Beispiel barrierefreies Laden ermöglichen oder Kunden mit ausreichend Informationen über ihre Mobilitätsangebote versorgen. 

Roaming

Bis dato haben E-Auto Benutzer keinen einheitlichen Zugang zu den Ladestationen unterschiedlicher Provider, weil es noch keine bilateralen oder grenzüberschreitenden Roaming-Vereinbarungen zwischen den einzelnen Providern gibt.

Ziel von CROSSING BORDERS ist es, einen einfachen und Provider-übergreifenden Zugang zur Ladeinfrastruktur für Kunden zu schaffen.

Dies wird einerseits durch die Schaffung eines einheitlichen IT-Backend-Systems möglich, das die unterschiedlichen Hardware- und Software-Syteme der unterschiedlichen Provider regional bzw. grenzüberschreitend intergriert und für die E-Auto Benutzer einheitlich nutzbar macht.

Andererseits macht dies die Nutzung von bzw. Anbindung an Roaming-Plattformen und den Abschluss eigener Roaming Abkommen (bilateral und über B2B-Plattformen) notwendig.

Das Roaming Arbeitspaket wird von E.ON geleitet und gemeinsam mit den Partnern VERBUND, ZSE, SMATRICS, Siemens CVC und PDTS umgesetzt.

Intermodale Routenplanung, Bonifikationssysteme und Serious Gaming

Unser Alltag ist voll von Wahlmöglichkeiten. Das gilt auch für unser Mobilitätsverhalten. Wie bei vielen Entscheidungen wird auch hier die Annahme zugrunde gelegt, dass Nutzenoptimierung ein wichtiger Antriebsmotor für Entscheidungen ist: Individuen möchten  ihren Nutzen maximieren, wenn sie sich für ein bestimmtes Transportmittel, für eine bestimmte Fahrzeit und für eine bestimmte Route entscheiden.

Diese Modellannahmen berücksichtigen jedoch nicht, welchen Einfluss die Handlungen und Entscheidungen anderer auf das Verhalten der Transportmittelnutzer haben. Wenn zum Beispiel viele Menschen zur gleichen Zeit die gleiche Strecke mit demselben Verkehrsmittel nutzen, führt das zu Staus. Dies wiederum beeinflusst die Kosten aufgrund eines erhöhten Energiebedarfs bei Staus.

Effiziente Routenplanung und Anreizsysteme können das Nutzungs (Fahr-)-Verhalten zugunsten des Gesamtsystems beeinflussen, indem sie Bewusstsein für energiesparendes Fahrverhalten als auch für multimodale Transportmittel als energiesparende Transportalternativen fördern.

In CROSSING BORDERS werden solche intermodalen Routingplanung- und Bonifikationssysteme für grenzüberschreitende Wege entwickelt.

Voraussetzung hierfür ist die Schaffung von heterogenen (Teil) Systemen für energieeffizientes und multimodales Routing in unterschiedlichen Ländern.

Anreizsysteme können sein: Weitere Serviceleistungen, wie energieeffizientes Routing, attraktive Standorte, Verfügbarkeit von Ladestationen, Wetterwarnungen, oder monetäre Anreize, wie z.B . Vergütungen im Zusammenhang mit energieeffizientem Lademanagement. Diese Anreizsysteme sollen Verhaltensänderungen indizieren.

Weniger das Bewusstsein für Elektromobilität im speziellen, als vielmehr jenes für Umwelt im weiteren Sinn soll geweckt und geschärft werden.

Während bei Bonifikationen bestimmte Anreize ein bestimmtes Verhalten bewirken sollen, basiert „Serious Gaming“ auf einem erzieherischen Ansatz, bei dem in einem spielerischen Umfeld ein bestimmter Zweck im Vordergrund steht. Mit ausgewählten Kundengruppen werden die entwickelten Systeme getestet.

Am von AIT geleiteten Arbeitspaket arbeiten die folgenden Partner mit: Fluidtime, IFSTTAR/ENTPE, ovos media, Siemens CVC und Ubimet.