Der Themenbereich Infrastruktur umfasst zwei Forschungsbereiche, die ineinander greifen.

Konzept und Netzwerkplanung

In CROSSING BORDERS arbeiten österreichische Leitbetriebe an neuen Lösungen für die Planung und Implementierung hochrangiger Ladeinfrastruktur für Elektroautos.

Das Arbeitspaket „Konzept und Netzwerkplanung“ wird von TRAFFIX geleitet, weitere Projektpartner sind SMATRICS, AIT, E.ON, ZSE, Ecotech und VERBUND.

Das Hauptziel ist eine optimierte Netzwerkplanung für hochrangige Ladeinfrastruktur für die Region zwischen München, Salzburg, Wien und Bratislava.

Die Herausforderung bei der optimierten Planung von Standorten für Ladeinfrastruktur liegt darin, folgende Faktoren zu berücksichtigen:

  • Hohe Investitionserfordernisse für die Ladeinfrastruktur
  • Möglichst hohe Effizienz dieser Standorte in folgender Hinsicht: Wenige Standorte mit zugleich maximaler Standortattraktivität und Benutzerfreundlichkeit und möglichst hoher Ladekapazität

Parameter, die in die Entwicklung von algorithmischen Berechnungsmodellen für optimierte Standorte mit einfließen, sind:

  • das Nutzer- und Ladeverhalten von Elektrofahrern.
  • Häufigkeit, Zweck und Entfernungen von Fahrten.
  • Zugangsmöglichkeit und Art von Standorten.
  • Verkehrsplanung und Verkehrsstromanalyse
  • Auch intermodale Verkehrsanbindungen fließen mit ein.

Die Ergebnisse dieses Arbeitspakets dienen als Grundlage für Planung und der tatsächliche Umsetzung samt Betrieb „eines hochrangigen Ladeinfrastrukturnetzwerkes“ des gleichnamigen Arbeitspaketes, der Schwerpunkt der Umsetzung liegt an strategischen Punkten entlang der Westachse der drei beteiligten Länder Deutschland, Österreich, Slowakei.

Anhand der gewonnenen Erkenntnisse können Fallstudien (Szenario Tests) für andere Arbeitspakete (u.a. Bonifikation und Serious Gaming) definiert werden, die Zielgruppen, Fahrverhalten und Nutzerverhalten analysieren.

Hochrangiges Ladeinfrastrukturnetzwerk

Ein schnelles und sicheres Ladenetzwerk ist die Grundvoraussetzung für eine zügige Marktdurchdringung von Elektrofahrzeugen.

Für die Errichtung von Standorten sollen fundierte Auswahlkriterien als auch aussagekräftige Daten über Fahr- und Nutzerverhalten die Grundlage sein. Die Ergebnisse des Arbeitspakets „Konzept und Netzwerkplanung“ liefern die Basis hierfür.

Geleitet wird dieses Arbeitspaket von SMATRICS, Partner sind TRAFFIX, E.ON, ZSE, Ecotech, PDTS und VERBUND.

Das Hauptziel ist die Entwicklung von technischen Voraussetzungen in Hinblick auf Hardware und Software, um dann in weiterer Folge ein hochrangiges Ladeinfrastrukturnetzwerk für Elektrofahrzeuge zu errichten, das schwerpunktmäßig sechs große Städte, gemessen an der Bevölkerungszahl, in Bayern, Salzburg, Niederösterreich, Wien und in der Slowakei umfasst.

Dieses Netzwerk wird E-Auto Benutzern sowohl ein sicheres und schnelles Ladenetz bieten als auch mehr Reichweite aufgrund der länderübergreifenden Vernetzung.

Zugang zu diesem Ladenetz sollen alle Elektrofahrzeuge der betreffenden Modellregionen als auch private und gewerbliche Kunden in Deutschland, Österreich und der Slowakei haben.

Als Basis für die Entwicklung der erforderlichen Hard- und Software dienen bestehende Ergebnisse aus den österreichischen Forschungsprojekten EMPORA und VECEPT als auch aus Europäischen Projekten Green eMotion und GETI-EV.

Folgende Paramenter werden berücksichtigt:

  • Beschaffenheit der Standorte,
  • verfügbare Netzleistung,
  • Benutzeroberflächen,
  • Bedienung der Ladeinfrastruktur,
  • neueste Ladetechnologien,
  • Steckertypen (AC Typ 2, DC CHAdeMO, DC Combo).

Die Herausforderungen liegen unter anderem darin, dass in diesem geplanten Netzverbund, sowohl regional als auch grenzüberschreitend, Hardware unterschiedlicher Ladeinfrastrukturhersteller verwendet wird.

Somit ist es notwendig, die unterschiedlichen Hardware- und ebenso die Softwaresysteme zu integrieren, das heißt ein übergeordnetes Netzwerkmanagementsystem zu entwickeln, das es ermöglicht, diese unterschiedlichen Hardware-Systeme über eine einheitliche Software „nahtlos“ zu betreiben: Remote-Control und Remote-Wartung werden dadurch möglich.

Dieses einheitliche System schafft wiederum die Voraussetzung für Roaming: E-Auto Benutzer können grenzüberschreitend diese Infrastruktur nutzen, die Abrechnung erfolgt über den jeweiligen E-Mobilitäts-Provider.