Das Forschungsprojekt CROSSING BORDERS verbindet die vier E-Mobilitätsregionen München, Salzburg, Wien, Bratislava und baut auf Entwicklungsrabeit in den Leuchtturmprojekten EMPORA und EMPORA2 www.empora.eu auf, sowie auf dem transnationalen Projekt VIBRATe http://emobility-vibrate.eu/at das die Regionen Wien und Bratislava verbindet. Mit dem TEN T geförderten Project "Central European Green Corridors" http://www.cegc-project.eu/ wird die Arbeit von CROSSING BORDERS auf europäischer Ebene fortgesetzt.

In CROSSING BORDERS arbeiten 13 Projektpartner aus 4 Nationen über drei Jahre an der Umsetzung der Projektziele. Dabei bringt vor allem der Mix an Großunternehmen, KMUs sowie Partnern aus der Forschung einen wesentlichen Mehrwert, um das sektorübergreifende Thema Elektromobilität umzusetzen. Neben Entwicklungsrabeit werden Projektergebnisse bereits während der Laufzeit von CROSSING BORDERS für E-Mobilitätsanwender nutzbar.

Das Projekt wird vom Klima- und Energiefonds der Bundesregierung gefördert. www.klimafonds.gv.at
Von dem Projektvolumen (gesamt inkl. Investition) über 7,2 Mio EUR werden 2,2 Mio. Euro für Forschung & Entwicklung vom Klima- und Energiefonds gefördert. Das Projekt ist im Juli 2013 gestartet und läuft bis Juni 2016.

Mobilität und Klimaschutz

In Österreichs Klimapolitik ist der Verkehrssektor ein Schlüsselbereich. Das zentrale Ziel dabei ist, die Mobilitäts- und Transportbedürfnisse mit möglichst effizienten und umweltfreundlichen Verkehrsträgern abzudecken.

Die im Herbst 2014 veröffentlichte EU-Richtlinie 2014/94/EU beinhaltet eine Definition von technologischen Standards für Ladeinfrastruktur und verpflichtet die Mitgliedsstaaten zum Aufbau eines Ladenetzwerks (für alternative Kraftstoffe) im jeweilien Land. Innerhalb eines Jahres sind die Mitgliedsstaaten aufgerufen die EU RL in nationales Recht umzusetzen.

Das aktuelle Regierungsprogramm sieht einen Umsetzungsplan für diese Ziele vor: Der öffentliche Verkehr und multimodale Mobilität sollen gezielt gefördert, sowie den Umstieg auf alternative Antriebe und Kraftstoffe, wie elektrifizierte Fahrzeuge, vorangetrieben werden.

Intelligente Technologien und Anreizsysteme sowie die Vernetzung von Modellregionen unterstützen diese Ziele, die sich quantitativ in einem Marktanteil von 20% teil- oder vollelektrifizierten Fahrzeugen ausdrücken sollen.

Konkrete Projekte wie CROSSING BORDERS tragen diese Zielsetzungen mit.

Zielsetzung von Crossing Borders

Ziel ist die Schaffung von intelligenten grenzüberschreitenden Systemen im Bereich Elektromobilität an der regionalen Westachse der drei beteiligten Länder Deutschland-Österreich-Slowakei.

Der Schwerpunkt liegt auf der Errichtung von rund 30 Schnellladestationen, die den neuesten technologischen Standards entsprechen, und auf der Einbettung dieser Stationen in ein grenzüberschreitendes Roaming- und Abrechnungssystem, um E-Mobilitätsservices bequem und praktisch für die Kunden nutzbar zu machen.

Das Forschungsprojekt hat damit einen starken Demonstrationscharakter, der unmittelbar für Kunden erfahrbar wird, indem sie von anderen Providern über Roaming-Lösungen laden können.

In Österreich werden die am stärksten besiedelten Räume mit Ladeinfrastruktur ausgestattet und damit wird an Vorgängerprojekte angeknüpft (EMPORA, EMPORA 2).

Das zweite Forschungsthema ist die Einbindung von Elektromobilität ins Gesamtverkehrssystem: Ein grenzüberschreitend nutzbarer intermodaler Routenplaner ermöglicht optimales Planen von Mobilitätsbedürfnissen und energieeffizientes Fahren unter Einbindung von anderen (öffentlichen) Verkehrsmitteln. Dazu braucht es intelligente Systeme, die Mobilitätsangebote für den Kunden errechnen und Alternativen aufzeigen können.

Weiters soll über Anreizsysteme die Auswirkung von Bonifikationen auf nachhaltige Verhaltensveränderung hin getestet werden.

Die Erkenntnisse aus dem Projekt werden in einem von AIT geleiteten Analyse-Arbeitspaket ausgewertet.

 

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